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  #1  
Alt 23.09.2012, 16:36
Konni, im Istrien Forum
Konni offline
Moderatorin
Interessen: Istrien, Geschichte und Mythen
 
Kroatien Fan seit: 01.12.2009
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Beiträge: 4.951
Standard Insel Brac: Wein, Stein und Gesang

Insel Brac: Wein, Stein und Gesang

Steine sind ihr Leben: Auf der kroatischen Insel Brac dreht sich alles um den Marmor-ähnlichen Kalkstein - der sogar bis ins Weiße Haus nach Washington gelangte. Daneben gibt es allerdings noch andere Attraktionen: wandernde Strände etwa oder die Männergesangsvereine.


Wie Elfengesang klingt der A-Capella-Gesang aus Männerkehlen, der sich auf der Terrasse des Restaurants Kopacina mit dem Zirpen der Zikaden mischt. "Ist es nicht wundervoll?", fragt Wirt Ivo Jugovic voller Begeisterung. "Das ist unsere Klapa Morbin. Sie sind sogar schon in Verona aufgetreten."

Männergesangsvereine haben eine lange Tradition an der Küste Dalmatiens. Jeden Donnerstag probt das Dutzend Sänger unterhalb der Kirche von Donji Humac. So erhalten die Gäste des Restaurants mit Blick auf die hügelige, mit Macchia bewachsene Landschaft ein kostenloses Konzert. Bisweilen, nach einer Stärkung im Restaurant, singen sie noch einige Lieder zu später Stunde.

Nur wenige Touristen verirren sich nach Donji Humac im Inselinneren, die meisten bleiben im Hafenstädtchen Supetar im Norden. Dort legen die Fähren an, die während der Saison im Stundenrhythmus zwischen Split und Brac verkehren. Viele Feriengäste wohnen auch im Süden der etwa 400 Quadratkilometer großen Insel, rund um den Ort Bol. Der steht mit seinem wie ein spitzes Dreieck ins Meer ragenden Strand Goldenes Horn in allen Reiseführern.

Bei starkem Wind ändert die Spitze des Strandes ihre Richtung. Dann rauschen Kite- und Segelsurfer mit ihren schnellen Brettern über die azurblaue Adria. Zur Saison reiht sich an der Promenade von Bol eine Holzbude an die andere. Kitsch, Schmuck, Muscheln und Mode wird verkauft. In den proppevollen Lokalen isst man Pizza und Pasta.

Steine für das Weiße Haus

Donji Humac ist dazu das Kontrastprogramm. Mancher kommt hierher wegen der ursprünglichen Architektur der Häuser mit Steinschindeldächern. Die Einheimischen kommen wegen Ivos Restaurant. In der Küche hat seine Frau Jadranka Jugovic das Kommando, am überdachten Holzkohlegrill steht Sohn Ivo. Die Gäste schätzen Lammspezialitäten wie Koteletts oder Spieße.

Dazu gibt es Salat mit Gemüse aus dem eigenen Garten. Das milde Olivenöl gewinnt er aus den Oliven seiner 60 Bäume. Und die Nähe zur italienischen Küche beweist Jadranka mit einem Gericht ihrer Großmutter: Lammlebergulasch mit Gnocchi. Dazu trinkt man preiswerten Tischwein oder edle Kreszenzen des Winzers Senjkovic aus dem Nachbardorf.

Auf dessen Feldern wachsen wie überall auf Brac vor allem Steine. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Bauern unzählige davon aufgelesen, die sie zu Gomela genannten Steinhaufen auf den Feldern aufschichteten. "Die Steine sind unser Leben", erklärt Ivo. Die Mehrzahl der 200 Einwohner von Donji Humac lebt vom traditionellen Steinmetzhandwerk. Allein vier Steinbrüche sind in Sichtweite. Keine 200 Meter von Ivos Ferienwohnungen arbeiten Firmen, die mit riesigen Sägen aus dem Marmor-ähnlichen Kalkstein schneeweiße Platten sägen.

"Die Technik hat den Lärmpegel kolossal gesenkt", erklärt Drazen Jaksic, der Steine in alle Welt verkauft. Stolz erzählt er, sogar das Weiße Haus in Washington sei mit Kalkstein aus Brac gebaut. Mit dem Material arbeitet die ganze Familie.

Ehefrau Ida fertigt nicht nur touristische Mitbringsel wie Blumen aus Kalkstein, sondern auch Kleider für Künstlerinnen aus Steinplättchen und Draht. Sohn Lovre gehört zu den aufstrebenden Künstlern der Insel. Seine mit glatten und rauen Flächen sowie ovalen und elliptischen Formen spielenden Arbeiten erinnern entfernt an Hans Arp. Überall auf der Insel ist die Steinmetzkunst präsent.

Kaffeetrinken im Hafen von Supetar

So auch in der kleinen Stadt Pucišca, 25 Kilometer südlich von Supetar. 400 Jahre lang betrieben venezianische Händler von hier Geschäfte mit dem "weißen Stein von Brac". An diese Zeit erinnern restaurierte Renaissancebauten mit typischen venezianischen Löwenportalen, die zu beiden Seiten der engen Bucht Wache halten.

Nach dem Schwimmen in einer der vielen Buchten der 200 Kilometer langen Fels- und Steinküste sitzt man unter Tamarisken am Platz und sieht den Männern beim Kartenspiel zu. Dazu genießt man ausgezeichneten Kaffee und eine herrliche Aussicht auf das Festland, das sich in 20 Kilometer Entfernung von der Küstenlinie zu steilen Gebirgshängen auftürmt.

Nachmittags wimmelt der Hafen von Supetar von Touristen. Viele ruhen sich bei Eis und Kaffee von Schiffsausflügen aus, die sich nach Split mit dem Jahrtausende alten Palast des römischen Cesaren Diokletian oder zur mittelalterlichen Piratenstadt Omir geführt haben. Abends sind Hunderte Tische in den Lokalen am Wasser besetzt, und es herrscht eine angeregte Plauderstimmung.

Ganz anders im fünf Kilometer entfernten Donji Humac. Dort lauscht man auf der Terrasse des Kopacina höchstens Ivo, den Zikaden und donnerstags eben den Männern des Klapa-Gesangsvereins.
..

Quelle: Spiegel.de - Franz Michael Rohm/SRT/abl

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Grüße aus dem schönen Odenwald
Konni






MEER GEHT IMMER!
Könnte man das Meer einpacken und mitnehmen, hätte ich die Adria schon längst bei mir Zuhause!



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  #2  
Alt 24.09.2012, 00:37
Kimba, im Istrien Forum
Kimba offline
Kroatien-Fan
 
Kroatien Fan seit: 28.06.2010
Ort: Kolbermoor/Bayern
Beiträge: 532
Standard

Wir waren 1990 auf der Insel Brac.An den Kalkstein kann ich mich nicht mehr erinnern, ich weiss nur noch dass es uns dort sehr gut gefallen hat.Für eine Woche oder 10 Tage ist es uns zu weit zu fahren und dann auch noch mit der Fähre.Wenn wir mal wieder mehr Zeit haben sollten werden wir sicher nochmal hinfahren.

LG Gisela
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  #3  
Alt 10.02.2015, 15:04
happy offline
Kroatien-Fan
 
Kroatien Fan seit: 10.03.2014
Ort: Bayern
Beiträge: 42
Standard Brac

Wir waren letztes Jahr 2 Mal dort. Ich fand eine tolle Bucht mit Imbiss/Restaurant ganz unkonvenzionell. Die Besitzerin eine Reporterin aus Split und ihr Mann ein Exnationalfussballspieler von Exjugoslawien haben die Ruhe weg... man sitzt schon mal bei fast leerem Restaurant 15 Minuten und wartet. Das macht nichts dort ist der Garten und alles recht urig eingerichtet und die Bucht ist ein Traum. Man hat genug zu schauen.

Speisekarte gibts keine. Da ich kein Schwein esse blieb nur Hühnchen. wir bekamen vorab Brot... wow so ein gutes habe ich bisher noch nirgends gegessen.

Dann kam das Hühnchen mit dem Salat auch das Hühnchen hervorragend. Der Salat war der Hammer!!!! Nichts für verwöhnte Delikatessenliebhaber. Er kommt frisch aus dem Garten wird fürs Essen extra geerntet... wir fanden noch mini Schneckchen mit Häuser auf dem Salat.

Ich bin gelernte Hotelfachfrau normalerweise würde sowas eine vernichtende Kritik von mir erhalten, aber es passt einfach da hin. Ich war dort mit meiner 18 jährigen Tochter und wir haben uns dort echt amüsiert.

Es war noch ein Tisch mit Gäste besetzt, als diese gingen, gingen sie an den Steg und schwammen auf 1 der ca. 5 ankernden Segelyachten und segelten davon.

Ich müsste die Strecke fahren um sie wieder zu finden groß liegt sie zwischen Milna und Bol... wir fuhren durch den Wald z.T. auch ungeteerte Straßen. dann kommen ganz wenige Häuser und da ging ein Weg so breit wie ein Auto runter aber geteert.

Wir kamen mit der Besitzerin ins Gepräch. Sie fragte uns ob wir die berühmten Deutschen kennen würden.... wir kamen dahinter, sie meinte die Gaißens. Die waren nur knapp 4 Wochen vor uns mit Kamerateam dort bis das Wetter schlecht wurde. Sie zeigte uns wo sie saßen... ein signiertes Buch... dann durften wir rein. Am Ende des Raumes war eine Miniküchenzeile.... aber davor waren alle ihre Schätze, sämtliche Berühmtheiten die diesen verlassenen idyllischen Winkel besucht haben. Der Raum war echt Geschichte richtig faszinierend.

Kann Euch nur raten fahrt die Strecken in den Wäldern ab Ihr werdet es nicht bereuen.

Einen weiteren Ausflug unternahmen meine Tochter und ich und kamen nach Povlja ein wunderschönes Städtchen. Wir saßen stunden lang am Meer in einer Eisdiele. Dort ankerte auch ein riesiges Holzschiff... so stell ich mir die Arche Noah vor. Die wohl dort restauriert, umgebaut wird oder dort ist der Heimathafen keine Ahnung.

Wir fuhren auf den Mininebenstraßen Richtung Bol weiter. Mehrere schwarze Schlangen kreuzten die Straße. Meine Tochter hat 2 Kornnattern also für uns sind Schlangen nichts besonderes sondern faszinierend. Ich hatte ihn Kroatien noch keine gesehen nur mein Mann. Hatte es vor ein paar Jahren in Istrien geschafft aus dem Auto zu springen und einer Schlange nach zustellen nur um sie zu sehen.... aber sie war weg.

Wir liesen das Auto mitten auf dem geteerten kleinen Weg stehen und machten uns auf die Suche meine Tochter und ich. Wir sahen mehrere Schlangen die sich sonnten. Die aber dann das weite suchten.... wir fanden auch Löcher im Boden wir vermuten Skorpione.... es war ein soooo schöner herrlicher und ereignisreicher Tag. Der mit einem Essen in Bol endete bevor wir wieder nach Sutivan ins Ferienhaus zu den anderen fuhren....

Der Kalkstein einfach genial... was die daraus machen. Wir hatten auch die Steinmetzschule in Pučišća besucht... wir hatten das Glück, dass dort eine Gruppenführung oder Tag der offenen Tür war, da konnten wir mit rein witschen.

Natürlich haben wir uns auf Brac mit ein paar "Steinsouveniers" eingedeckt wunderschöne Sachen.

Ich liebe Touren fern der Tourigebieten da gibts oft Interessantes zu entdecken.

Ich habe mich in diese Insel verliebt leider gingen ein Hauskauf dort schief liegt nun beim Anwalt... und ich brauche dort nichts mehr kaufen außer ich bin dort sesshaft... sehr schade...

Wie es in der Hauptsaison ist kann ich nicht beurteilen, da ich da so gut wie nie in Kroatien bin. Aber vorher und nachher ist es dort sehr schön. Bol soll lebhaft sein.
Falls ich mal die Foto finde (mein Lappi ist hin) kann ich welche posten. Die Kroaten dort haben einen Lebensstil der mir gefällt ohne Hektig und Müßiggang etwas entspanntes haben sie dort.
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Stichworte
brac, dalmatien, insel, marmor, sandstrand goldenes horn

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