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  #1  
Alt 01.02.2010, 18:44
tomzut, im Istrien Forum
tomzut offline
Kroatien-Fan
 
Kroatien Fan seit: 04.01.2010
Ort: Herten-Westerholt
Beiträge: 28
Standard Mein erstes Mal Istrien...

...Urlaub in Istrien war 1979 im Alter von 9 Jahren auf dem Campingplatz Zelena Laguna südlich von Porec.

Natürlich sind viele Details in der Erinnerung verblasst, aber ich kann mich noch genau an das „Hallo“ auf dem Rastplatz am Golling erinnern – und das kam so:

Ein guter Bekannter meines Vaters (ebenfalls Dauercamper auf demselben Platz meiner Eltern) hatte mehrfach von seinen Urlauben in Kroatien geschwärmt und nach dem Moto „steter Tropfen höhlt den Stein“, im Anschluss eines weiteren verregneten Sommerurlaub an der Nordsee unsererseits, die Neugier bei meinen Eltern geweckt.
Man beschloss also erstmals für 3 Wochen mit dem Wohnwagen in den Süden zu Reisen.

Leider hatte der Familienrat der befreundeten Familie beschlossen, außnahmsweise für 4 Wochen nach Schweden zu fahren (der Start war 1 Woche vor unserem Abreisedatum), sodass wir allein in Richtung Kroatien aufbrachen. Nach endloser Fahrt (zumindest aus der Sicht zweier 9- und 5-jährigen Buben, in deren Kinderzeit es keine Nintendo DS oder DVD-Player in den Kopfstützen gab) erreichten wir das Etappenziel den Rastplatz Golling.

Nach einigem Toben und anschließendem Abendessen begaben wir Kinder uns in den Wohnwagen zum Schlafen, als nach kurzer Zeit eben dieses oben erwähnte große „Hallo“ losging.
Der Grund war, das die Bekannten nach einer Woche Dauerregen in Schweden beschlossen hatten doch wieder in das geliebte Kroatien zu fahren. Und auf einer Strecke von ca. 2000 km steuerten sie ohne Absprache (an Handys kann ich mich zu dieser Zeit nicht erinnern) denselben Rastplatz an wie wir.

Von dem Urlaub selbst erinnere ich mich noch gut an den Spaß den wir im Wasser mit einem ausgedienten LKW-Schlauch hatten, sowie den leckeren roten Reis und die tolle Pizza mit Salzsardellen.

Von diesem Jahr an sind wir jedes nach Kroatien gefahren – von Lanterna über Ulika auch immer wieder nach Zelana Laguna. Aus dem LKW-Schlauch wurde ein Badeboot mit Paddeln, aus diesem das erste kleine Sevylor Schlauchboot mit 4,5 PS TOMOS-Aussenbordmotor bis hin zum führerscheinpflichtigen Wiking Komet mit 25 PS-Yamaha-Motor und Wasserskiern.

Einmal schafften wir es auch bis Biograd mit Zwischenstop an den Plitvizer Wasserfällen und Besichtigung der Kornati-Inseln.

Als meine Eltern zum ersten Mal auf Bjiela Uvala campten, war ich schon nicht mehr mit (rausgewachsen aus den Urlauben mit den eigenen Eltern).


Was folgte war eine 20-jährige Kroatienpause, die erst mit meinem nächsten „1. Mal Kroatien“ endete – diesmal als Familienvater mit den eigenen Kindern:

Der letzte Sommerurlaub an der Ostsee im Sommer 2006 mit ausgiebiger Sonne und Wassertemperaturen von deutlich über 20°C beschlossen wir, das wir dieses Wetter eigentlich gern jeden Sommer hätten und so erhielten meine Eltern, die sich zur selben Zeit in Istrien aufhielten den Auftrag nach einer geeigneten Ferienwohnung zu suchen.

Ein Jahr später im Juni 2007 war es dann soweit: früh morgens um 4 Uhr starteten wir auf unsere bis dahin längste Autoreise an ein bis dahin unbekanntes Ziel:

FUNTANA.

Nach einem Frühstücksstop bei Würzburg und einem 2,5-stündigem unfreiwilligen Aufenthalt auf der Autobahn zwischen Würzburg und Nürnberg aufgrund einer Vollsperrung, schafften wir es dennoch bis zur Mittagszeit den Tauerntunnel zu erreichen, in dessen Nähe wir eine Pause einlegten:
in Flachau gab es einen kleinen See, mit Restaurant und Spielplatz der sich vortrefflich für eine kleine Pause eignete:


Nach einem guten Essen, prima ausgeruht und mit gut gelaunten Kindern traten wir die zweite Etappe an.
Die größte Krise auf der Reise war die halbe Stunde Wartezeit an der Ampel in Ljubljana, bei 35°C in der prallen Sonne, ohne Klimaanlage im damaligen Auto.

Nichts desto trotz erreichten wir unsere Ferienwohnung wohlbehalten nach 14-stündiger Reisezeit um 18.00 Uhr:





Schlagartig wechselte die Stimmung meiner Frau auf: "Ist das toll hier".

Am nächsten Tag war nach auspacken des Autos, checken der Wohnungsausstattung und Einkaufen im LaKop in Porec die erste Erkundungstour am Strand vom CP Puntica angesagt:

Blick auf Bjiela Uvala:


Die für mich aus der Jugend ungewohnte Perspektive auf zwei gute alte bekannte Inselchen:


Es war besser als erwartet: entweder man konnte an der Badeleiter oder dem angelegten Steg in Wasser, oder links neben dem Steg über einen kleinen aufgeschütteten Kiesweg der auch für kleine Kinder geeignet war:


Für die Kleinen war aber nicht ausschließlich Wasseraktion angesagt, auch das Sammeln der „Schätze des Strandes“ ließ die Zeit wie im Flug vergehen:
]

Nach einem wunderschönen Tag, wurden wir am Abend noch mit einer tollen Abendstimmung im Hafen von Funtana verwöhnt:




Und mit diesem tollen Grillteller schlossen wir unseren ersten Tag in Funtana / Kroatien:


Das waren meine, bzw. unsere ersten Male Istrien. Der Kroatienvirus hatte mich also bereits in jungen Jahren "erwischt" und trotz des Versuches ihn zu heilen hat er nach 20 Jahren wieder zugeschlagen.

- - - - -
LG Thomas

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist sieht nur eine Seite davon. (Augustinus Aurelius)

Geändert von tomzut (01.02.2010 um 19:51 Uhr)
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  #2  
Alt 01.02.2010, 18:52
Marlboroman
Gast
 
Beiträge: n/a
Daumen hoch

Schade, dass ich die Bilder nicht sehen kann

Ich komme seit 1988 nach Funtana; davor war ich zu meiner Hochzeitsreise 1985 uf Rab.
Mich zieht es jedes Jar wieder nach Funtana und seit 1997 in mein Dauercamperdomizil auf Puntica.

Nichts im Jahr erwarte ich sehnsuchtsvoller als die 2 Urlaube pro Jahr in Funtane.
Dieses Fieber ist bei mir chronisch

Vielleicht sieht man sich mal dort

Grüße, Olaf
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  #3  
Alt 01.02.2010, 19:53
tomzut, im Istrien Forum
tomzut offline
Kroatien-Fan
 
Kroatien Fan seit: 04.01.2010
Ort: Herten-Westerholt
Beiträge: 28
Standard

Dank Lutz

jetzt hat es funktioniert und die Bilder sind drin (freu!!!)

Hast einen Gut bei mir Lutz.

- - - - -
LG Thomas

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist sieht nur eine Seite davon. (Augustinus Aurelius)
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  #4  
Alt 01.02.2010, 22:18
Geli offline
 
Kroatien Fan seit: 24.12.2009
Beiträge: 169
Standard

Hallo Tom,

ist nen prima Bericht. Ich kann das auch nachempfinden, da meine Eltern mit uns auch in der 70ern nach Jugoslawien gefahren sind und ich auch altersbedingt eine Kroatien-Urlaubspause eingelegt habe. Wir fahren seit 1998 in unregelmäßigen Abständen nach Funtana.
Danke für die Bilder, jetzt weiß ich ja, wo ihr zu finden seid.
Da müßen wir ja fast täglich vorbei.

@ Olaf
Klar werdet ihr euch sehn.....am 3. Juni im Funtana
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  #5  
Alt 02.02.2010, 01:29
Kathrin
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Thomas,
ein wunderschöner, kurzweilig erzählter Bericht mit Super-Bildern!
Bisher kenne ich Funtana hauptsächlich vom durchfahren oder essen gehen (früher Rimini, jetzt Restaurant Funtana, nicht die Sexy-Ferkel ) - aber das wird sich sicher bald ändern.

Danke
Kathrin
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  #6  
Alt 02.02.2010, 19:06
Ictus offline
 
Kroatien Fan seit: 01.01.2000
Beiträge: 306
Standard

Wunderbarer Bericht, den ich zum Anlass nehmen möchte, nachzufragen, ob nicht der eine oder andere auch solch eine herzerfrischende Geschichte hat, über sein erstes Istrien - erlebnis.
Und damit es nicht heißt," ja, ja, immer die anderen sollen Butter bei die Fische geben",
mach ich nach dem fast unschlagbaren Beitrag von Thomas einfach mal weiter:

Istrien , mein erstes Mal

1971 - 18 jährig , noch nicht ganz an den Folgen eines schweren Autounfalls genesen, fragte mich ein Klassenkamerad ob ich nicht mit der örlichen Sportjugend mit nach Jugoslawien auf die Insel Cres/Losinj – ( Martinscica) fahren wolle. Zwei Seelen wohnten in meiner Brust.
Zum einen hatte ich gerade Donaldine, meine heutige Frau kennengelernt und die Liebe war neu und aufregend - zum andern fuhren viele meiner Freunde mit.
Ich dachte mir - ich fahre mit, denn so ,wie's aussieht läuft dir das Mädel nicht weg - mitfahren durfte sie nicht - war erst 17 - und die Eltern fürchteten beim Töchterchen den Verlust von etwas , was längst verloren war

Morgens um 04:00 Uhr versammelten sich die Mitfahrer auf dem Marktplatz und warteten auf den Bus , der uns für 14 Tage in das ferne, unbekannte Land bringen sollte.
Was kam , war ein alter ausgemusterter Postbus , der mit Sicherheit schon während des 2. Weltkrieges viele Kilometer auf dem Buckel gehabt haben durfte .
so einer mit ewig langer Schnauze , statt Fenster nur kleine Gucklöcher - ein Museumsstück. Da ich noch an Krücken laufen musste , positionierte man mich in der Mitte der hinteren Sitzbank und da mein Bein immer hochgelagert sein musste, diente ein Kasten Bier als Auflage.
Und so ging’s los – dachten wir. Bereits nach wenigen kilometern, das Ungetüm war gerade so richtig ins rollen gekommen – Plattfuss. Werkzeug ? – nix! der Busfahrer – im richtigen leben der Betreiber der einzigen Diskothek im Ort – machte sich zu Fuss auf zur nächsten Telefonzelle. Nach 5 Stunden warten hatte der ADAC den Reifen gewechselt und weiter ging’s.

An die Fahrt selber fehlt mir jegliche Erinnerung, denn das Geklimper der vollen Bierflaschen , auf denen ich mein armes gebrochenes Bein gelagert hatte – war so störend , dass ich fand , dass sie leer viel schöner klingen.

Irgendwann erreichten wir die Insel – was aber nicht heißen sollte, dass wir angekommen waren. Kurz vorm Ziel – Haarnadelkurve – der Bus kam trotz aller Bemühungen nicht herum. „ alles aussteigen“ – der Rest wird zu Fuß zurückgelegt. – bis auf Ictus .

Der wurde dann nach 2 stunden, nach dem er das letzte verbliebene brühwarme Bier getrunken hatte, zusammen mit dem Gepäck von einem dreirädrigen Karren abgeholt.

Wir bezogen unsere Unterkunft – das Kloster – Mädels linker Bau, Jungens rechter Bau – was sich aber bereits ab dem nächsten Abend nicht mehr so genau unterscheiden liess.

Abends schloss das Kloster um 22:00 seine Tore, was zur Folge hatte, dass wir die meisten Nächte am Strand schliefen.
Die tage vergingen wie im Flug. herrliches Wetter , Besuch der blauen Grotte – zum ersten mal Kontakt mit Nacktbadern ……..
Sehr häufiger Besuch in der einzigen Konoba am Ort. Da wir alle ja so gut wie kein bares hatten finanzierten wir diese Kneipenbesuche durch den Tausch von bügelfreien Hemden ( ich glaub die hießen Nyltest oder so ähnlich ) und Damenstrumpfhosen, die wir den Mädels abluchsten, um sie gegen gegen Karlovacko-pivo und Slivo einzutauschen Tja, es hat mir damals so gut gefallen , dass ich nach der Rückkehr zu Donaldine ( Gisela) – ja, sie war noch da – sagte – „in dieses Land müssen wir beide unbedingt noch mal hin „
Seit 1978 machen wir das – Jahr für Jahr – für Jahr.

übrigens habe ich neulich unseren Sportleiter, der damals die schwere Verantwortung für uns hatte, zum ersten mal seit dem wieder getroffen - er ist heute 86 und wir saßen bestimmt 2 stunden lang zusammen und haben diese Reise im Geiste nochmal nachvollzogen - schön !

Hier sollten wir eigentlich schlafen --- wie oben erwähnt -- Alibifunktion :




mein Freund " Hendrix" - wie der richtig hieß weiß ich heute nicht mehr - aber die Haare hatten wir ja alle so ähnlich.


... so auch ich ...... links ich, rechts der Wirt der einzigen Konoba am Ort




Ausflug der ganzen Truppe Richtung blaue Grotte:




dort angekommen:






Uferpromenade in Martinscica - so sahs damals aus:
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  #7  
Alt 02.02.2010, 19:17
Vera offline
Vera
 
Kroatien Fan seit: 01.12.2009
Beiträge: 303
Standard

Zwei tolle Berichte, Tom und Andreas!

Aber sag mal, Andreas...hast du öfter mal Knochenbrüche oder hab ich gerade nur so den Eindruck?
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  #8  
Alt 02.02.2010, 19:26
Ictus offline
 
Kroatien Fan seit: 01.01.2000
Beiträge: 306
Standard

Zitat:
Zitat von Vera Beitrag anzeigen
Zwei tolle Berichte, Tom und Andreas!

Aber sag mal, Andreas...hast du öfter mal Knochenbrüche oder hab ich gerade nur so den Eindruck?
Ooch Vera, da kommen in fast 57 Lenzen schon ein paar zusammen - die meisten selbst verschuldet, so wie der letzte, aber für den 1971 konnte ich nichts.
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  #9  
Alt 02.02.2010, 19:52
Kathrin
Gast
 
Beiträge: n/a
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Herrlich, Ictus - was waren die End-60er und 70er eine schöne Zeit! Make Love, not war, Anti-Kriegsstimmung und Vietnamproteste, Schlaghosen, verrückte Frisuren, Miniröcke, Plateauschuhe und heiße Höschen, Oswald Kolle, Rockmusik und Roy Black, Santana, Jimmy Hendrix, Stones und Soul, Woodstock und "we are going to San Francisco" - VW-Käfer und Bully, 2CVEnte, Ford-Badewanne oder Opel-Kapitän - ohne Komfort, Hauptsache die Räder rollen, eine engagierte Jugend im Aufbruch und auf der Suche nach einer besseren Welt- schade - was daraus geworden ist.... aber ich bin froh, diese zeit erlebt zu haben.

Sei lieb gegrüßt und danke für den Rückblick
Kathrin

(bei uns geht gerade die "Welt" unter, Schneesturm seit Stunden...brrrh)
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  #10  
Alt 02.02.2010, 20:38
Ictus offline
 
Kroatien Fan seit: 01.01.2000
Beiträge: 306
Standard

ich erinnere mich noch, dass obwohl der Bus so alt war , der Fahrer eine Anlage eingebaut hatte - Tonkasetten 8-Spur, die waren ungefähr so groß wie VHS-kasetten, - die gabs nur ne ganz kurze Zeit - und wir hörten die ganze Fahrt 10 Jears After, Amon Düül , Edgar Broughten band.....und natürlich alle Woodstock - Größen.Canned Heat,....war einfach nur ne geile Zeit !!! Und wer mich heute , 39 Jahre später ,in meinem kleinen Domizil in Valalta besucht, kann musikmäßig und oft auch "feelingmäßig " vieles aus dieser Zeit nochmals nacherleben.
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  #11  
Alt 02.02.2010, 20:49
Maritta, im Istrien Forum
Maritta offline
Kroatien-Fan
 
Kroatien Fan seit: 22.01.2010
Ort: Porec-Kroatien
Beiträge: 658
Standard

Auch ich habe meinen ersten Jugoslawienurlaub im August 1979 im Hotel Delphin in der Zelena Laguna in Porec verbracht. Meine Freundin hatte mich dazu ueberredet. Eigentlich wollte ich nicht nach Jugoslawien, da ich ein Fan von Mallorca und Spanien allgemein war. Ich war damals ein junger Huepfer ( 25 Jahre alt) und wollte noch was erleben. Das Schicksal nahm seinen Lauf..... Am vorletzten Tag meines 3 woechigen Urlaubes lernte ich meinen Mann, eine echten Porecaner, kennen. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass es unter den Einheimischen Strichlisten gegeben hat, wer die meisten Touristinnen abgeschleppt hat. Ich war also auch eine von diesen vielen "Schwabice". Nichts desto Trotz mein Branko besuchte mich dann zu Weihnachten in Deutschland, also hatte ich wohl einen guten Eindruck hinterlassen. Meinen naechsten Sommerurlaub verbrachte ich dann wieder in Porec und lernte auch die Familie kennen. Ich wurde ueberall sehr freundlich aufgenommen, da ich als Deutsche wohl ein besonderes Ansehen besass. Wir haben dann noch einige Jahre in Deutschland zusammen gewohnt und uns nach der Geburt unseres ersten Sohnes dann doch entschlossen unsere Basis nach Porec zu verlegen. Hier hatten wir das Haus ( vom Schwiegervater), was wir dann im Laufe der Jahre ausgebaut haben. Unsere zwei Soehne besitzen beide Staatsangehoerigkeiten und sprechen einigermassen gut deutsch. Ich habe die kroatische Sprache im Laufe der Jahre mir selbst angeeignet, da ich mit beiden Kindern sozusagen die Schule mit besucht habe. Ausserdem habe ich in der DDR 6 Jahre russisch gelernt, was mir wahrscheinlich auch etwas geholfen hat. Wenn ich meinen Mann frage, warum er sich fuer mich entschieden hat, sagt er immer, ich haette ihn mit meinen Kochkuensten und den typisch deutschen Eigenschaften( puenktlich, ordentlich, zuverlaessig) ueberrumpelt. So ist das halt im Leben!
Gruss
Maritta

Geändert von Maritta (02.02.2010 um 22:18 Uhr)
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  #12  
Alt 03.02.2010, 01:19
tomzut, im Istrien Forum
tomzut offline
Kroatien-Fan
 
Kroatien Fan seit: 04.01.2010
Ort: Herten-Westerholt
Beiträge: 28
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Zitat:
Zitat von Ictus Beitrag anzeigen
Wunderbarer Bericht, den ich zum Anlass nehmen möchte, nachzufragen, ob nicht der eine oder andere auch solch eine herzerfrischende Geschichte hat, über sein erstes Istrien - erlebnis.
Und damit es nicht heißt," ja, ja, immer die anderen sollen Butter bei die Fische geben",
mach ich nach dem fast unschlagbaren Beitrag von Thomas einfach mal weiter:
Hallo Andreas,

vielen Dank für die B, aber Gott sei Dank hast Du ja ein "fast" in Deiner Einführung verwendet.
Das ist auch absolut berechtigt, denn Dein Beitrag (im Übrigen aus einer Zeit in der ich noch Windeln durch die Gegend geschleppt habe) ist ein tolles Highlight. Vielen Dank für die Eindrücke aus einer Zeit, die ich nur aus den Erzählungen meiner Eltern kenne.

Super, dass Du meine kleine Premiere weiterführst.

Zitat:
Zitat von Maritta Beitrag anzeigen
Auch ich habe meinen ersten Jugoslawienurlaub im August 1979 im Hotel Delphin in der Zelena Laguna in Porec verbracht.
Maritta
Hallo Marita,
da waren wir ja Nachbarn bei unseren ersten Malen in Istrien.
Deine Geschichte ist auch eine, die nur das Leben selbst schreiben kann.

Vielen Dank fürs Einstellen.

- - - - -
LG Thomas

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist sieht nur eine Seite davon. (Augustinus Aurelius)
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  #13  
Alt 03.02.2010, 13:48
Marlboroman
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Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Ictus Beitrag anzeigen
ich erinnere mich noch, dass obwohl der Bus so alt war , der Fahrer eine Anlage eingebaut hatte - Tonkasetten 8-Spur, die waren ungefähr so groß wie VHS-kasetten, - die gabs nur ne ganz kurze Zeit - und wir hörten die ganze Fahrt 10 Jears After, Amon Düül , Edgar Broughten band.....und natürlich alle Woodstock - Größen.Canned Heat,....war einfach nur ne geile Zeit !!!
Und genau diese 8-Tracks habe ich noch Zuhause!
Einige Kassetten und natürlich auch einen Player dazu
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  #14  
Alt 03.02.2010, 16:35
Konni, im Istrien Forum
Konni offline
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Interessen: Istrien, Geschichte und Mythen
 
Kroatien Fan seit: 01.12.2009
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Beiträge: 4.723
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Meinen ersten Jugoslawien-Urlaub machte ich 1981.

Ich flog mit meinem damals 6-jährigen Sohn alleine nach Pula, da mein damaliger Mann keinen Urlaub bekam. Wir waren in Pula im Stadtteil Verudela im gleichnamigen Hotel. 14 Tage - alleine mit meinem Junior - ich hatte schon ein wenig Bammel, denn ich war noch nie alleine in Urlaub. Und ich muss sagen, es war wunderschön, wir haben sehr viele Leute kennengelernt - Touristen wie auch Einheimische - und haben sehr viel unternommen. Natürlich war abends immer Tanz in der Hotelbar und da war man als junge 26jährige Frau sehr angesagt. Jetzt ist mir nach Marittas Bericht auch klar, warum die Einheimischen Jungs so extrem wild hinter einem her waren (wegen den Strichlisten) und ich dachte damals, nur wegen mir (so kann man sich irren - hihi).

Dann folgte eine lange lange Pause - es hat nie geklappt mit einem weiteren Urlaub in diesem Land. Mein Ex und ich waren Spanienfans.

Erst mit der Hochzeit mit Wolfram kam ich wieder in dieses Land. Wir machten 1994 unsere Hochzeitsreise dorthin.

Wir heirateten an einem Mittwoch und samstags darauf fuhren wir los. Für Wolfram war es da schon klar - wir fahren nach Kroatien und hat mich auch überredet, denn dort war damals noch Krieg und alle haben uns für total verrückt gehalten - ob wir denn lebensmüde wären und so ähnliches haben wir uns von der Familie anhören müssen. Es war uns egal

Und so fuhren wir am besagten Samstag (29.08.) um die Mittagszeit los und kamen auch sehr gut voran, bis wir in Villach waren, dort wollten wir über Nacht bleiben und suchten uns eine kleine Pension. Am nächsten Morgen, als wir wieder los wollten, fragte uns die Chefin dieser Pension, ob wir uns das auch wirklich gut überlegt hätten, dorthin zu fahren. Viel zu gefährlich wäre es dort wegen dem Krieg, evtl. könnten wir auch überfallen werden und lauter so nen Quatsch. Wir sollten doch lieber hier bleiben, hätten doch ein schönes Zimmer hier bei ihr. Aber wir ließen uns nicht beirren und fuhren los

Es war eine herrliche Fahrt - die Autobahn war sowas von leer und das um diese Jahreszeit, nur ab und zu begegneten wir mal ein anderes Auto. Gut, die Grenzkontrollen waren etwas schärfer, wir mussten auch das Handschuhfach öffnen und die Grenzler schauten auch in die Seitentaschen im Auto, aber trotzdem waren sie sehr nett und höflich.

Da wir kein bestimmtes Ziel hatten fuhren wir dann zuerst einmal bis Opatija und dann meinte Wolfram, wir fahren weiter bis Brestova und dann mit der Fähre rüber nach Cres. Und so landeten wir dort und fuhren weiter. Jedoch hat uns die Insel Cres überhaupt nicht gefallen (alle Cres-Liebhaber bitte ich um Verzeihung - es war uns zu kahl) und deshalb fuhren wir einfach immer geradeaus bis wir über Osor, Nerezine dann in Mali Losinj landeten.

Nach etlichem Suchen fanden wir dann schließlich ein nettes Zimmerchen bei einem älteren Ehepaar in der Poljana und so blieben wir dann dort - 14 Tage herrlichen Urlaub. Von irgendwelchen Kriegsgeschehen hat man absolut überhaupt nichts mitbekommen. Ab und zu sind mal ein paar Kampfjets über die Insel geflogen (aber nicht im Tiefflug), das war aber auch schon alles und war nicht sonderlich schlimm (wenn unsere hier Manöver haben und über unseren Odenwald düsen, das ist lauter und schlimmer ). Auf Losinj wie auch auf Cres hat man weder Soldaten gesehen noch sonst was vom Krieg mitbekommen. Auch mit der Versorgung von Lebensmitteln etc. gab es keine Probleme (alles Dinge, die man uns vorausgesagt hat).

Und so sind wir nach 14 Tagen wieder "heil" und gut erholt zuhause angekommen und von diesem Jahr an verbringen wir unseren Urlaub in Kroatien.

Viele Jahre waren wir immer auf Losinj, 2 x haben wir uns eine Motorjacht in Zadar/Sukosan gechartert und sind in den Kvarner rumgeschippert und seit 2008 sind wir in Porec-Spadici.

Ich muss sagen, ich bin froh, dass dieses Virus mich erwischt hat (Wolfram war ja schon lange vorher infiziert - der war, glaube ich, 1974 das erste Mal in Jugosl. - aber das ist seine Geschichte).

Und da es gegen diesen Virus nur ein Gegenmittel gibt, verbringen wir jedes Jahr den Urlaub in unserem geliebten Kroatien.

- - - - -
Konni




Wie nennt man Menschen, die montags gut gelaunt sind?
RENTNER!!!


Salz im Haar, Sonne auf der Haut, Meeresrauschen in den Ohren!
DAS IST GLÜCK!



Geändert von Konni (03.02.2010 um 16:48 Uhr) Grund: Fehlerteufelchen eingeschlichen - erster Urlaub war 1981
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