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Pula Forum Augustustempel
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Alt 28.11.2015, 15:12
Konni, im Istrien Forum
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Interessen: Istrien, Geschichte und Mythen
 
Kroatien Fan seit: 01.12.2009
Ort: im schönen (sym)badischen Odenwald
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Standard Inselbeschreibung: Insel Šolta

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.................................. Bucht von Maslinica ............. zum Hotel umgebautes Kastell .......................... Maslinica ................... Martinis Marchi-Marina/Maslinica

Insel Šolta (Otok Šolta)

Šolta ist eine bewaldete Insel in der Adria. Sie liegt gegenüber der Stadt Split auf dem Festland und westlich der Insel Brač. Die mittelgroße, dalmatische Insel zählt insgesamt ca. 1675 Einwohner. Der Hauptort ist Grohote. Eine täglich verkehrende Autofähre legt vier- bis sechsmal in Rogač an. Die Insel ist ca. 19 km lang und bis zu 4,9 km breit, hat eine Fläche von ca. 51,9 km² und verläuft von Südosten nach Nordwesten. Die im Westen vorgelagerten kleinen Inseln Stipanska, Polebrnjak, Saskinja, Grmej (Gmej), Rudula (Radula), Balkun und Kamičić hrid gehören ebenfalls zu Šolta. Mit einer Höhe von 237 Meter ist Vela Straža der höchste Gipfel der Insel. Alle Ortschaften liegen an der Nordküste und im Innern der Insel liegen auch die größeren Ortschaften. An der steilen Südküste zum offen Meer hin gibt es keine Orte. Die Badebuchten Nečujam, Rogač und Stomorska liegen an der Nordseite der Insel – diese werden auch von den Fähren angefahren, jedoch nur in Rogač legt die Autofähre an. Zwischen Maslinica und Stomorska verkeht eine Autobuslinie (gelbe Busse), die die größeren Orte miteinander verbindet. 2011 hatte die Insel 1.675 Einwohner, einige Ärzte und Krankenschwestern, ebenso ein paar Gemeindeangestellten und Kommunalarbeiter.

Das größte und auch älteste Dorf ist Grohote. Es ist das wirtschaftliche Zentrum, Sitz der Verwaltung und Schulort. Dort befinden sich einige Supermärkte, eine Apotheke, ein Bauernmarkt, eine ständig besetzte Feuerwehrstation, ein Inselkrankenhaus mit Arzt und Helikopterlandeplatz. Grohote liegt in der Mitte der Insel, ca. 2 km von Rogač entfernt und an einem Punkt, an dem sich die wichtigen Straßen kreuzen.

Das „Mittlere Dorf“ - Srednje Selo, ist ein typisches Bauerndorf und liegt wenige Kilometer westlich von Grohote am Srednje polje.

Etwas weiter im Westen liegt Donje Selo, das "Untere Dorf", ein altes Bauerndorf mit der Kirche St. Jele und dem Betraum der Martinsbruderschaft. Von hier führt ein Weg in die kleine Bucht Donja Krušica. Donje Selo ist das Jagdzentrum der Insel.

Östlich von Grohote liegt Gornje Selo, das "Obere Dorf". Sein Burghügel ist schon von weitem erkennbar, er wurde in kommunistischer Zeit als Wasserspeicher umgebaut. Das Dorf liegt in der Nähe des höchsten Bergs der Insel.

Rogač, ein Ort mit wenigen Häusern, ist der wichtigste Fährhafen der Insel. Hier hat das Hafenamt seinen Sitz. Es gibt eine Tankstelle für Autos und Schiffe.

Maslinica, in einer Bucht ganz im Westen, wurde erst 1703 erbaut. Es gibt einen Yachthafen und ein Luxus-Hotel.

Im Nordosten liegt Stomorska der älteste Hafenort der Insel. In der engen Bucht gibt es viel Lokale und einen Yachthafen.

Nečujam ist der jüngste Ort der Insel. Diese Streusiedlung liegt in der größten Bucht der Insel.



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............................................... Maslinica/links der gelbe Linienbus .................. Hinweisschild .................. Einfahrt zur Bucht von Maslinica

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.................................................. ........... die vorgelagerten Inseln an der Westküste .. Abendstimmung in der Bucht von Maslinica


Geschichte:

Plünderungen und Piraterie prägten über ein halbes Jahrtausend die Art der Besiedelung der Insel. Das offene Meer auf der eine Seite der Insel und die nicht weit entfernten reichen Küstenstädte brachten Šolta immer wieder in den Fokus feindlicher Mächte. Der erste schriftlich festgehaltene Überfall fand 1240 von Piraten aus Omiš statt. Es folgten die Venezianer, die Piraten aus Ulcinj – diese haben etliche Männer der Insel als Sklaven mitgenommen, und die Uskoken, Piraten aus Senj, für die die Insel ein Zufluchtsort war.

In jedem Ort gab es ein Kastell oder Wehrtürme. Erst im 18. Jahrhundert wurden die Häfen langsam erweitert.

Šolta ist mindestens seit 6000 v. Chr. besiedelt. In Doci und Grohote entdeckte man Neolithische Siedlungen aus der Bronzezeit. Auch findet man immer noch viele bunjas, einräumige, fensterlose, ohne Holz erbaute runde Steinhäuschen mit einem aus Kalksteinen aufgeschichteten Runddach. In prähistorischer Zeit dienten sie als Wohnung und bis ins 20. Jahrhundert als Werkzeugraum oder Stall der Bauern. Man fand Spuren von Festungen der Illyrer aus der Zeit um 2300 v. Chr. und deren Steingräber. Im 4. Jh. v. Chr. kamen die Griechen, sie gaben der Insel den Namen Olyntha. In der Zeit des Römischen Reiches gehörte Šolta zum Inselstaat Vis (Issa). Fast 1000 Jahre bis ins 6. Jahrhundert beherrschten die Römer die Insel und hinterließen eine noch heute sichtbare Kulturlandschaft mit Olivenhainen, Weinbau und Fischfang. In der wichtigsten Karte der Antike, der römischen Tabula Peutingeriana, wird die Insel insula Solentii später Solenta, also Insel der Sonne genannt. Römische Spuren wie Münzen, Keramikscherben und alte Mauern finden sich überall. Eine kleine Nekropole wurde beim Bau der Appartementsiedlung in Nečujam gefunden. Dort und in Rogač sind auch unter Wasser liegende Mauerreste zu sehen. Eine Villa rustica mit Badezimmer wurde an der Südküste bei Banje gefunden.

Der berühmteste Römer mit Bezug zu Šolta ist Kaiser Diokletian, der 245 in Dalmatia starb. Er soll in dem hinteren Teil der Bucht von Nečujam (in Piškera) eine Fischfarm betrieben haben. Wahrscheinlich hat er auch eine Therme erbauen lassen.

Etwa im 4. Jh., spätestens im 5. Jh. kam der katholische Glaube auf die Insel. Eindrucksvolle Relikte dieser Zeit sind die Grundmauern der alten St. Stephans Basilika und die zwei Sakopharge bei der Kirche von Grohote. Weitere Mauerreste aus dieser Zeit gibt es auf dem Inselchen Stipanska vor Maslinica. Als 614 die Slawen und Awaren mit der Zerstörung von Salona die Herrschaft übernahmen, endete die römische Friedenszeit. Mehr als 50.000 Römer flüchteten in die sicheren Mauern des Diokletianspalasts und von dort weiter auf die Inseln wie Šolta.

Ungefähr im 7. Jh. kamen die ersten Kroaten auf die Insel. Im Jahre 1100 entstand das Königreich Dalmatien, das zur Verteidigung immer wieder auf das Königreich Ungarn bzw. Herzogtum Österreich angewiesen war.

Nach schriftlichen Hinweisen gab es vermutlich im 11. Jh. drei kleine Benediktinerklöster. Das am besten erhaltene Relikt aus dieser Zeit ist die St. Nikolauskapelle mit ihren Fresken am Weg zwischen Grohote und Donje Selo.
Als Soluta wird die Insel um 1266 in der Historia salonitana genannt. Im Kroatischen wurde spätestens ab dem 10. Jahrhundert die Bezeichnung Sulet verwendet, die bis ins 20. Jahrhundert üblich war. Im Statut von Split von 1312 ist erstmals der Name Solta angeführt, der in den venezianischen Karten und später von den Hydrographen Österreich-Ungarns, Kroatien gehörte ab 1745 zur Donaumonarchie, übernommen wurde.

1537 eroberten die Osmanen die Festung Klis (Clissa) und vertrieben die Venezianer. Die Türken bauten Klis als Verwaltungszentrum eines Sandschak und als Militärstützpunkt aus und operierten von dort gegen Venedig. Zwei venezianische Rückeroberungsversuche 1596 und 1648 scheiterten. Erst 1669 fiel die Republik Klis wieder an Venedig.

1566 begab sich der Universalgelehrte Petar Hektorović auf seine Spuren. Er schrieb auf der einzigen Reise seines Lebens, er lebte in Stari Grad auf der Nachbarinsel Hvar, zu diesem Aufenthaltsort von Marulic in der Bucht Supetar in Nečujam sein wichtigstes Werk „Ribanje i ribarsko prigovaranje“ (dt. „Fischerei und die Dialoge von Fischern“). Sein dreiteiliges Werk, in Briefform an seinen Cousin gerichtet, ist die erste realistische, weltliche Reisebeschreibung in kroatischer Sprache, die Landschaft und Schönheiten der Natur beschreibt. Die Ribanje sind eine der frühesten Aufzeichnungen der kroatischen Volksmusik. Der Legende nach soll er den Lebkuchen nach Šolta gebracht haben, der hier auch mit Johannisbrot, Honig, Öl und dem Dessertwein prošek zubereitet wird.

1645 bis 1699 fiel im Frieden von Karlowitz (Sremski Karlovci) Dalmatien ohne Dubrovnik an Venedig. Die Venezianer überließen den besetzten kroatischen Städten zwar eine gewisse Autonomie, jedoch mussten die Oberhäupter der Städte venezianische Adelige sein. Venedig betrieb massiven Raubbau an den dalmatinischen Wäldern. Sie benötigten das Holz für den Bau ihrer Stadt und für den Bau ihrer Flotte. Die teilweise vegetationslosen Karstbereiche Istriens und Dalmatiens entstanden größtenteils durch die massiven Abholzungen der Venezianer. Die oligarchische und kolonialistische Politik Venedigs führte zu Widerstand und Aufständen. Der größte fand 1510 unter der Führung von Matija Ivanić auf der Insel Hvar statt. Auf der Südseite der Insel, in der Bucht von Senjska, hatten die Uskoken eine Militärbasis. Sie bekämpften die Venezianer zu Lande und zur See. Ebenso waren sie bei der Rückeroberung von Klis 1596 beteiligt. Nach weiteren Kriegen und dem Frieden im Vertrag von Passarowitz 1718, trat Österreich-Ungarn in Dalmatien auf den Plan. Erst die Truppen Napoléon Bonapartes beendeten während seiner kurzen Regierungszeit die Herrschaft Venedigs über den Großteil Dalmatiens.

1797 fiel Dalmatien (und somit auch Šolta) im Vertrag von Campo Formio an Österreich. Da jedoch Österreich-Ungarn sich gegen die Eroberungskriege Napoleon Bonapartes nicht durchsetzen konnte, kam Dalmatien mit dem Frieden von Pressburg 1805 an Frankreich und wurde in das Königreich Italien integriert. Nach dem Wiener Kongress 1814/15 fiel der gesamte Landstrich wieder an Österreich, nun Kronland Dalmatien im Kaisertum Österreich. Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich von 1867 blieb das autonome Kroatien-Slawonien unter den Ländern der ungarischen Krone; Dalmatien gehörte zu den im Wiener Reichsrat vertretenen Königreichen und Ländern. Dalmatien war mit Triest und Istrien der wichtigste Küstenbereich der k.u.k. Kriegsmarine. Aus dem 18. Jahrhundert stammen die casella, kleine Häuschen, die als Desinfektionsgebäude für Schiffe dienten und in Stormonska, Rogač, zwischen Rogač und Nečujam, in Maslinica und in Straćinska noch zu sehen sind.

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führten landwirtschaftliche Probleme (ausländischer Billigwein und die Reblaus), die lange unsichere rechtliche Situation (Freikauf von der Adelsherrschaft), dann die für die armen Bewohner hohen Kosten für den Grundkauf und später die politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts zu einer starken Emigration. Die Dürre war auf der Insel auch immer wieder ein großes Thema.

1941 wurde Šolta im Zuge des deutschen Balkanfeldzugs von italienischen Truppen annektiert. Einige Bewohner setzten sich zur Wehr und gründeten im Sommer 1942 ein Volksbefreiungskomitee und kämpften als Partisanen gegen die Besatzer. Einige jedoch kollaborierten mit den Italienern, andere schlossen sich den kroatischen Faschisten der Ustascha an. Die Folgen für die Inselbewohner waren fürchterlich. Italiener und deutsche Wehrmacht reagierten heftig auf den Widerstand. 1825 Bürger aus Šolta wurden im Laufe des 2. Weltkrieges vertrieben, über 900 wurden nach Ägypten deportiert. Grohote wurde durch italienische Bombenangriffe beschädigt. Zum Ende des Krieges lebte über ein ½ Jahr kein einziger Einwohner mehr auf der Insel. Die Rückkehr war gefährlich, da die wichtigen Verbindungen vermint waren. Nach der Etablierung des jugoslawischen Staates mussten alle Segelbootbesitzer Šoltas ihre Segel abgeben, damit Ustascha-Anhänger nicht nach Italien flüchten konnten. Trotzdem konnten einige flüchten und wanderten in die USA oder nach Kanada aus. Selbst im Ausland Verstorbenen wurde in den 1970er-Jahren von den Behörden eine Bestattung im Heimatland nicht erlaubt.
1952 wurde die Gemeinde Šolta neu gegründet, die Elektrifizierung begann, aber das Wasser vom Festland kam er 1972. In Nečujam wurde ein kleines Spritzgusswerk errichtet, um einige Arbeitsplätze zu schaffen, da die Erwerbsmöglichkeiten auf der Insel sehr schlecht waren. Projekte von Rückkehrern hingegen wurden boykottiert. Bis 1958 wanderten noch einmal ca. 1000 Einwohner aus.

Der Zusammenbruch Jugoslawiens führte 1993 zu einer Neugründung der Gemeinde, die in den Räumen des Kastells Slaviča in Grohote ihren Sitz hat.
Als Kroatien seine Unabhängigkeit erklärte begann die kroatische Marine (HRM) mit dem Aufbau von Küstenartillerie Batterien am Festland bzw. auf den Inseln Šolta und Brač. Die auf Šolta lagen südöstlich von Maslinica zum offen Meer hin, die andere bei Stomorska Richtung Split.


Flora und Fauna

Mittlerweile ist die Insel stärker bewaldet wie zu früheren Zeiten, da viele alte Kulturflächen wieder langsam zuwachsen. Die alte landschaftsprägende kleinbäuerliche Struktur gibt es nicht mehr, aber sie ist immer noch präsent. Unübersehbar sind die vielen aufgehäuften Steinmauern, die die Feldbegrenzungen markieren. Verschiedene Mittelmeerpflanzen finden sich auf den Karstfeldern im Inneren der Insel. Mit über 100 Vogelarten, Wildschweinen oder Hasen gilt die Flora und Fauna als üppig.
Das Symbol der Insel ist die "čuvita", die Zwergohreule, darauf geht auch der frühere Spottname der Inselbewohner, "čuvitari", zurück. Ganz typisch für die Insel ist das permanente Zirpen der Zikaden. Die Insel liegt soweit südlich, dass Palmen prächtig gedeihen. Orangen und Zitronen können problemlos angebaut werden. Vor dem Bau der Wasserleitung vom Festland, 1972, war die Bewässerung ein großes Problem. Heute steht hochwertiges Trinkwasser aus den Bergen um Split zur Verfügung.

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.................................................. .........................................Bougainvillea

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.................................................. ............. Rosmarin ..................................... Segelfalter ................... wunderschöner Weg zur Westspitze


Landwirtschaft

Seit Ende des Unabhängigkeitskrieges werden die Olivenhaine und Weinberge wieder zunehmend erneuert. Es dominieren die Sorten Oblica und Šoltanka. In Gornje Selo hat die Kooperative „Olynthia Natura“ eine zugängliche Ölproduktion. Neben der Verkostung werden Führungen durch Olivengärten u.a. zu den bis zu 1000 Jahre alten Bäumen angeboten. Bei einigen alten Häusern befinden sich noch immer Mahlsteine der von Hand betriebenen Ölpressen. In einigen Häusern gibt es im Erdgeschoss in Stein gehauene Ölbecken. Nach der örtlichen Überlieferung stammen sie schon aus der Zeit der Römer.

Weinbau gibt es auf der Insel seit der Antike. Die berühmteste autochthone Rotwein-Sorte ist der Dobričic. Im 19. Jahrhundert erlebte der Weinbau in Šolta schwere Rückschläge. Zollfreie und somit preisgünstige italienische Weine konnten durch ein Handelsabkommen von Österreich-Ungarn mit Italien importiert werden. Auch Krankheiten wie falscher Mehltau und die Reblaus reduzierten die Bestände. Als Folge des kommunistischen Wirtschaftens gibt es bis heute keine größere Weinkellerei.

Der Fischfang spielte in Šolta seit jeher eine große Rolle. Bis in die 1970er Jahre war die Sardellenfischerei eine Hauptbeschäftigung und Einnahmequelle vieler Familien auf Šolta. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die selbständigen Fischer zunächst enteignet. Die Sardellen-Fischerei wurde später zwar geduldet aber erschwert. Auch gingen die Fischbestände durch Überfischung der Adria immer stärker zurück, so dass man auf Langusten- und Hummerzucht umschwenkte. Mittlerweile gibt es fast nur noch Hobby-Fischer. Da die Schafzucht auf der Insel keine große Rolle spielte, war Fisch früher die wichtigste Fleischquelle.

Der Honig aus Šolta galt schon in der Antike als sehr gut. Im 19. Jahrhundert gewannen Aussteller zahlreiche internationale Preise. Šolta wurde damals als „honigsüße Insel“ bezeichnet. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg zählte der Honig zu den drei besten der Welt. Der Grund dafür ist die weite Verbreitung von Rosmarin, auf der Insel „Olintio“ genannt. 1875 wurde in Grohote der Imkerverein gegründet, zu dieser Zeit gab es auf der Insel rund 600 Imker. Da es heute viel weniger Blütenpflanzen gibt, ist auch die Bienenzucht auf der Insel stark zurückgegangen.

Ebenfalls bekannt war die Insel durch den großflächigen Anbau der Dalmatinischen Insektenblume, die einst ein Hauptexportartikel Dalmatiens war. Der damalige Bürgermeister von Šolta, Petar degli Alberti legte 1870 die ersten Plantagen an. Vor dem 2. Weltkrieg erreichte die Poduktion mit 18 Tonnen Trockenblumen ihren Höhepunkt. Noch immer kann man die Insektenblumen da und dort verwildert antreffen.


Kalkbrennerei

Ein großer Waldbrand legte im östlichen Teil der Insel ein ganzen Netz von Hügelgräbern, einstigen Olivenhainen und Weinterrassen sowie Rest von Kalköfen – Erdgruben – frei. Wegen des Kalkgesteins und der Wälder war die Kalkbrennerei in der Antike auf der Insel wichtig. Die Inselbewohner von Šolta waren seit dem Mittelalter verpflichtet, Split mit Kalk zu beliefern. Auf der ganzen Insel gab es ca. 600 Gruben. Vor dem 2. Weltkrieg errichtete man jährlich noch ca. 50 – 150 Kalköfen, heute wird auf der Insel keine Kalk mehr produziert.


Tourismus

Die touristische Entwicklung verläuft noch immer sehr langsam. Šolta ist aufgrund der langen Fahrt auf der Adriatischen Küstenstraße zu weit von den Zentren entfernt. Bis heute ist Šolta vom Massentourismus verschont. Nur bei Nečujam gibt es eine Apartmentsiedlung, deren Betreiber pleiteging. Die meisten der neuen Häuser gehören Einwohnern von Split, die hier einen Zweitwohnsitz haben. Seit dem Aufschwung des Tourismus wird vor allem im Küstenbereich gebaut, während viele Häuser und landwirtschaftliche Gebäude im Inselinnern verfallen. Seit Ende 2005 sind verbindliche Bebauungspläne in Kroatien vorgeschrieben. Näher als 70 m entfernt vom Ufer darf außerhalb von Ortschaften nicht mehr gebaut werden. Schwarzbauten werden seit 2007 zunehmend abgerissen. Das heutige Luxushotel Schloss Martinis Marchi in Maslinica wurde von einem deutschen Investor auf Basis einer internationalen Ausschreibung gekauft. Die staatliche Forstbehörde hingegen vertritt die Ansicht, dass die Gemeinde die Anlage nicht hätte verkaufen dürfen.


Kultur und Brauchtum

• Musiker- und Sängervereinigung Olinta. gegründet 1922 von Ivan Cecić, Fischern, Tagelöhnern und Kalkherstellern
(mehrere Auftritte im Sommer; Singgruppentreffen am ersten Augustwochenende)

• Piratennacht in Maslinica (Mitte Juli)

• Ziehen von Mrduja (potezanje Mrduje), Bootsfahrer aus Šolta und Brač befestigen ihre Seile an der Insel und versuchen es
in ihre Richtung zu ziehen (die Veranstaltung findet Anfang August statt.).
In Bezug auf Mrduja besteht ein Witz über den Streit der Einwohner von Brač und jenen von Šolta, welche sich darüber stritten,
wem Mrduja gehört und deshalb haben sie es, sowohl die einen als auch die anderen, mit einem Seil verknotet und auf ihre Seite gezogen.

• Šoltanski trudi. Zusammenschluss von lokalen Bauern und Kunsthandwerkern (jeden Donnerstag Markttag in Maslinica)

• Volks- und Kirchenfest der Bruderschaft des hl. Nikolaus in Stomorska (um den Nikolaustag)

• Heimatkundliche Zeitschrift Bašćina. mit bereits 19 Ausgaben


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............................... Tankstelle in Rogač ................................. Rogač.......................... Anleger der Autofähre in Rogač ..... einzelne Häuser an der Nordküste

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Konni




Wie nennt man Menschen, die montags gut gelaunt sind?
RENTNER!!!


Salz im Haar, Sonne auf der Haut, Meeresrauschen in den Ohren!
DAS IST GLÜCK!


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doci, flora und fauna, fährhafen, gornje selo, grohote, honig, insektenblume, insel, kalkbrennerei, maslinica, mitteldalmatien, necujam, rogac, srednje selo, stomorska, wilder rosmarin

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