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Einfach tierisch
Viecherl gibt es überall, nicht nur in Kroatien
Moderation: Eliane

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  #1  
Alt 12.03.2010, 14:34
Maritta, im Istrien Forum
Maritta offline
Kroatien-Fan
 
Kroatien Fan seit: 22.01.2010
Ort: Porec-Kroatien
Beiträge: 670
Standard Die Geschichte von Lea

Diese Geschichte habe ich im Internet gefunden. Ich war sehr betroffen davon.
Die Züchter sollten sich darüber mal Gedanken machen!!

Die Geschichte von Lea
Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben. Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem „Petshop“, einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von andern Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen. Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen „oh, sind die süß, ich will eines“, aber dann gehen die Leute wieder fort. Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist. Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.
Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft ! Jetzt wird alles gut ! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen. Ich heiße jetzt Lea. Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen. Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es „genetisch“ und „nichts machen“. Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen. Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich ? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten ! Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich... Gottseidank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln. Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.
Lea
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  #2  
Alt 16.03.2010, 14:32
Eliane, im Istrien Forum
Eliane offline
Moderatorin
Interesse: Tierschutz, Urlaubspfoten e.V.
 
Kroatien Fan seit: 01.12.2009
Ort: Frankenthal in Rheinland-Pfalz
Beiträge: 1.501
Standard

Ja Maritta, das ist eine ganz traurige Geschichte und sie ist im Internet auf den Tierschutzseiten, die die Welpenfabriken anprangern, sehr oft zu finden.

Man kann nur versuchen an den Verstand der Leute zu appellieren, keine Welpen aus Mitleid auf Märkten zu kaufen bzw. Rassetiere zu besonders günstigen Preisen. Meist ist da etwas oberfaul und diese Tiere stammen von gewerbsmässigen Hundevermehrern. Das Elend in dem diese Tiere leben und Welpen am Fliessband gebären müssen ist unbeschreiblich.

Verantwortungsvolle Züchter laden ihre Interessenten immer ein, damit sich die Leute ein Bild machen können, wie vor Ort gearbeitet wird. Meist haben die Tiere liebevollen Familienanschluss und der Züchter gibt die Tiere nur mit einem Schutzvertrag ab.

Nach meiner Meinung würde es auch Sinn machen nur kontrollierten Nachwuch zuzulassen, d.h. über den Zuchtverband die Anzahl des Nachwuchses der versch. Rassen irgendwie zu reglementieren, bei Hunden als auch bei Katzen. Die Promenadenmischungen in den Tierheimen hätten dann etwas bessere Chancen.

Eliane

- - - - -
Tierschutz in Deutschland und Kroatien > www.urlaubspfoten.de

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  #3  
Alt 16.03.2010, 18:32
Marlboroman
Gast
 
Beiträge: n/a
Unglücklich

Die Geschichte ist so traurig
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  #4  
Alt 09.02.2011, 00:00
thassoslio offline
Kroatien-Fan
 
Kroatien Fan seit: 31.01.2011
Ort: NRW
Beiträge: 21
Standard

Ich kann so etwas immer nur ganz schlecht lesen, weil ich immer gleich mit den Tränen kämpfen muss. Aber man sollte es ruhig an sein Herz lassen, damit man für diese Missstände offen bleibt und ggfs. nicht weg sieht.
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  #5  
Alt 09.02.2011, 17:34
Monika, im Istrien Forum
Monika offline
Kroatien-Fan
 
Kroatien Fan seit: 24.12.2010
Ort: Im schönen Hessenland zwischen Spessart, Odenwald und Taunus
Beiträge: 114
Standard

Zitat:
Zitat von thassoslio Beitrag anzeigen
Ich kann so etwas immer nur ganz schlecht lesen, weil ich immer gleich mit den Tränen kämpfen muss. Aber man sollte es ruhig an sein Herz lassen, damit man für diese Missstände offen bleibt und ggfs. nicht weg sieht.
Ja - so mindestens sollte man es tun.

- - - - -
Monika
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"meine Bilder aus Istrien-Urlauben 2010 und 2011"
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